15 Nov 2009

Judenverfolgung im Dritten Reich

… erlangte unter dem nationalsozialistischen Regime von 1933 bis 1945 ihr größtes Ausmaß. Die damalige Judenverfolgung richtete sich zunächst gegen das deutsche Judentum, später gegen alle Juden im deutschen Machtbereich. Ab April 1933 begannen die Nationalsozialisten mit dem Boykott gegen alle jüdischen Ärzte, Anwälte und Geschäftsinhaber, mit der Ausschaltung jüdischer Beamter und jüdischer Künstler. Es folgten 1935 die “Nürnberger Rassengesetze”, welche die Juden in ihren allgemeinen Rechten beschränkten. In der sogenannten Reichspogromnacht (”Reichskristallnacht”) vom 9. zum 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, Synagogen niedergebrannt sowie jüdische Bürger misshandelt und getötet.

In den folgenden Jahren entzog man den Juden systematisch ihre Existenzgrundlage durch den Ausschluss von den meisten Berufen, dem Verbot des Betretens kultureller Einrichtungen und Erholungsstätten. Die jüdische Bevölkerung wurde zum Tragen der Vornamen Sarah und Israel und des Judensterns verpflichtet. Ab Herbst 1941 begann die Deportation der Juden in die Vernichtungslager im Osten. Durch Massenerschießungen, Massenvergasungen und Hungertod verloren 4,2 bis 5,7 Millionen Juden ihr Leben.

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in: Mini Lexikon von Sebastian